Bei der Hauptversammlung der Feuerwehr Meckenbeuren konnten Bürgermeister Andreas Schmid und Kreisbrandmeister Henning Nöh wieder zahlreiche Beförderungen und Ehrungen an die Feuerwehrkameraden überreichen.
Bürgermeister Andreas Schmid lobt den selbstlosen Einsatz der Wehr fürs Gemeinwohl
Meckenbeuren (wie) Auf ein normales Einsatzjahr 2010 blicken die Kameraden und Kameradinnen zurück und haben viel Zeit in Fortbildungen investiert. Bei der Jahreshauptversammlung verspricht Kommandant Franz Burkhart den Bürgern Sicherheit: „Sie können nachts ruhig schlafen, wir sind allzeit bereit, die Aufgaben anzunehmen und zu leisten“. Für die Neubeschaffung des Einsatzleitfahrzeuges ist ein Kompromiss gefunden worden.
Der nämlich stand in der Bedarfsplanung an und konnte angesichts der Finanzlage der Gemeinde nicht verwirklicht werden. Diese Entscheidung habe man sich nicht leicht gemacht, versicherte Bürgermeister Andreas Schmid. In keiner Minute habe man Geld gegen Sicherheit abgewogen, „man musste die Balance finden zwischen dem gerechtfertigten Interesse und dem was haushaltstechnisch möglich war“. Die Anschaffung wird verschoben. Lob und Dank galten dem selbstlosen Einsatz der Wehrmänner und –frauen, die jederzeit da sind für ihre Mitbürger. Schmid sprach die Beförderungen aus zum Feuerwehr- und Oberfeuerwehrmann und –frau, zum Hauptfeuerwehrmann, zu Löschmeistern, zu Brandmeistern und Abteilungskommandant Frank Sauter zum Oberbrandmeister.
„Ausbildung in der Feuerwehr ist groß geschrieben und erste Pflicht“, machte Kreisbrandmeister Henning Nöh deutlich, „sonst geht die Leistungsfähigkeit verloren!“. Er forderte die Jugendlichen auf, schneller zu wachsen, denn bei den Aktiven dürften es gerne mehr sein. Bei der Gerätschaft sei man gut aufgestellt. Die Neuanschaffung eines Feuerwehrhubschraubers war zum Leidwesen aller, nur ein Aprilscherz. „Wir leben von Menschen, die Doppelfunktionen einnehmen“, sprach er denjenigen Lob aus, die zum ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr auch noch weitere Funktionen übernehmen, sei es auf Ausbildungs- oder Führungsebene.
Info: 6844 Stunden hat die Wehr 2010 geleistet und 96 Einsätze, von Bränden bis zur Technische Hilfeleistung oder Tierrettung. 211 Angehörige zählen zur Wehr.
Nach der Sanierung oben im Feuerwehrhaus und der Fertigstellung des Schlauchturms, bei dem die Kameraden selbst so viel möglich machten, steht nun die Sanierung des Hallenbodens an. Anschaffungen sind notwendig, von Kleidung bis zu Kleingeräten und Möbeln. Auch auf 2012 blickte Kommandant Burkhart. Dann wird 125 jähriges Bestehen gefeiert. Ein Feuerwehraktionstag im ganzen Gemeindegebiet ist geplant.
22 Mitglieder zählt die Jugendwehr, die von Thomas Fischer, Hardy Muck und Rudolf Lanz ausgebildet werden. Theoretische und praktische Ausbildungen stehen auf dem Jahresplan, die Vorbereitung auf Wettkämpfe und die Beteiligung beim Weltrekordversuch der „längsten Eimerkette der Welt“ beim Landesjugendfeuerwehrtag in Pfullingen. Beachtlich gewachsen ist der Spielmannszug der Wehr, dem am Freitag bei der Hauptversammlung fast der Platz zum Spielen ausging. 36 Musikanten dirigierte der neue Tambourmajor Jürgen Rick und bekam viel Applaus von den Kameraden.
Quelle: Schwäbische Zeitung Tettnang
Kreisbrandmeister Henning Nöh ehrt verdiente Mitglieder
Meckenbeuren (wie) „In besonderer Mission“ ist der Feuerwehrchef aus Salem angereist und in Doppelfunktion. Denn auch den Kreisverbandsvorsitzenden hat er bei der Jahreshauptversammlung am Freitag vertreten und treue Kameraden für ihren großen Einsatz geehrt.
„Man muss hier richtig Leistung bringen. Ihre Arbeit kostet Schweiß und Mühe und es steckt kein Geld dahinter. Es ist alles Ehrenamt“ machte er deutlich und zeichnete Herbert Weishaupt, Bernd Volk und Erwin Dennenmoser für Ihren Dienst über 25 Jahre aus. „Nehmen sie sich ein Beispiel an Wolfgang Baur“ lobte er weiter. Er hält der Feuerwehr schon 40 Jahre die Treue.
Zur zweit höchsten Ehrung der Feuerwehr, dem Ehrenkreuz in Silber des Deutschen Feuerwehrverbandes, erhoben sich die Kameraden mit großem Applaus von ihren Stühlen. „Um diese Auszeichnung zu erhalten, müssen gewichtige Taten dahinter stehen“, machte Nöh deutlich und bat Walter Würtenberger nach vorne. „Seit 1959 ist er bei der Feuerwehr aktiv. Er war immer ein Vorbild für die anderen und ein Garant für Leistungsfähigkeit“. Er hat die Stabsführerausbildung absolviert, hat die Trommler im Spielmannszug ausgebildet, war Tambourmajor, Kassier im Hauptverein und ist im Dienstgrad Hauptfeuerwehrmann. „Sie haben ihre Duftmarke im ganzen Kreisgebiet gesetzt“, lobte er weiter und dankte ihm für seinen 52 Jahre langen Einsatz.
Mit ihm wurde auch Manuel Abreu vom Spielmannszug geehrt für seine 10 jährigen Dienst und Klaus Herrmann, der 15 Jahre lang als Tambourmajor vorne gestanden hat: „Sie haben über viele Jahre gewirkt und waren eine Stütze für den Spielmannszug“. Aus beruflichen Gründen hat er sein Amt weiter gegeben an Jürgen Rick.
Quelle: Schwäbische Zeitung Tettnang
Fotos: wie
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