Ferienspiele 2021

Einmal Feuerwehrmann sein


„Das ist ein Gefühl wie fliegen“, erzählt ein Teilnehmer, als er wieder aus der Kanzel steigt. Einmal mit der neuen Drehleiter in den Himmel steigen, war nur eine der Attraktionen des Ferienspiels, zu dem die Feuerwehr Meckenbeuren 30 Kinder einlud.

„Möchtest du den Motor starten?“ Auf einen Knopfdruck in der Kanzel dröhnt der starke Dieselmotor des neuen Fahrzeugs los. Die Kanzel, die oben an der Drehleiter sitzt, schwebt mit ihren Fahrgästen hoch in den Himmel. Bis zu 30 Metern geht es hinauf in luftige Höhe „Das reicht bis zum 12. Stock eines Hauses“, erklären die Feuerwehrleute den Kindern. „Da kann man bis nach Lindau und übers Feuerwehrhaus schauen“, erzählt ein Mädchen begeistert.

Aus der Vogelperspektive sehen die Kinder auf der Drehleiter auch die Gruppe, die gerade erklärt bekommt was alles zu einem Einsatzfahrzeug gehört. „Alle einsteigen.“ – Das lassen sich die Kinder nicht zweimal sagen, wenn es um die Fahrt mit dem echten Feuerwehrauto geht. Im Wagen läuft der reale Funkverkehr in Echtzeit. Die Kinder lauschen gespannt und haben viele Fragen zu den verschiedenen Gerätschaften, die im Auto griffbereit für den nächsten Einsatz aufgehängt sind. An einer einsamen Stelle macht der Fahrer sogar die Sirene an. Ganz schön laut ist die so aus der Nähe.

Für jeden Teilnehmer gibt es anschließend ein Erinnerungsfoto mit Helm auf dem Kopf und Feuerwehrausrüstung in der Hand winken die Kinder stolz aus dem Seitenfenster. Im Feuerwehrhaus wird inzwischen gekegelt. Stilecht natürlich mit einem Feuerwehrschlauch. Wer den Schlauch geschickt ausrollt, räumt viele Kegel ab. Bei einem echten Brand ist die Sicht oft schlecht. Jede Kleingruppe, erfährt, unter riesigen Kapuzen in der Sicht behindert, wie wichtig Teamwork ist. Nach den Anweisungen eines Mitspielers müssen sie einen riesigen Spieß ins Ziel bringen.

Hinter dem Feuerwehrhaus heißt es dann endlich „Wasser marsch“. Aus allen Fenstern des Hauses scheinen Flammen zu schlagen. Zum Glück ist das Gebäude nur anderthalb Meter hoch und aus Holz. Wer die Flammenkötze in den Fensterchen mit dem Wasserstrahl trifft, sammelt Pluspunkte bei dieser Feuerlöschübung.

Immer zu zweit am Schlauch dürfen die Kinder an der nächsten Station auch üben wie sich das Löschen mit einem echten Feuerwehrschlauch anfühlt. Der Feuerwehrmann erklärt wie der Wasserstrahl richtig gelenkt wird: „Wenn wir nicht so weit spritzen müssen, dann haben wir den Sprühstrahl.“ Da steht mancher kleine Feuerwehrmann dann auch bis zu den Knöcheln in der schnell entstehenden Löschwasserpfütze – bei solchen Wasserspielen werden die Teilnehmer gern mal nass. Wenn Frank Sauter, der heute das Ferienspiel leitet, pfeift, geht es für jede kleine Kindergruppe weiter zur nächsten Spielstation „Natürlich hoffen wir, dass sich mal ein Teilnehmer für die Jugendfeuerwehr interessiert“, räumt Sauter lachend ein.

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