Hochwasser Januar 2021

Unwetterlage "Hochwasser" im Gemeindegebiet Meckenbeuren

Abschließender Bericht:

Die Freiwillige Feuerwehr Meckenbeurer war von Freitagmorgen (05:51 Uhr, 28.01.2021) bis Dienstagabend (21:00 Uhr, 02.02.2021) aufgrund der bekannten Hochwasserlage im Gemeindegebiet Meckenbeuren im Dauereinsatz. Insgesamt wurden in diesem Zeitraum 109 Einsätze abgearbeitet.Die erste Alarmierung durch die Integrierte Leitstelle Bodensee-Oberschwaben erfolgte in den frühen Morgenstunden am Freitag um 05:51 Uhr. Es ging nach Gerbertshaus, da sich durch das Tauwetter ein angrenzender Acker zu einem See entwickelte und dadurch ein Keller eines Einfamilienhauses voll Wasser lief. Im weiteren Tagesverlauf wurden proaktiv bereits Sandsäcke bei der Feuerwehr Tettnang angefordert. Des Weiteren wurde durch den immer weiter steigenden Pegel der Schussen Kontrollfahrten und Sichtkontrollen der einsatztaktischen und -kritischen Stellen vorgenommen. Gegen Mittag spitzte sich die Lage zu. Allein am Freitag im Zeitraum von 12:00 Uhr am Mittag bis Mitternacht wurden durch die Feuerwehr Meckenbeuren 90 Einsätze dokumentiert, koordiniert und abgearbeitet. Meist handelte es sich hierbei um vollgelaufene und überschwemmte Keller oder fließende Gewässer, welche über das Ufer traten. Zusätzlich wurde der Bauhof Meckenbeuren bei der Befüllung von Sandsäcken personell unterstützt. In der Hochphase wurden wir neben der Feuerwehr Tettnang auch durch das Technische Hilfswerk aus Friedrichshafen und Überlingen unterstützt. Da sich ein Teil der Einsatzkräfte bereits seit den frühen Morgenstunden im Einsatz befand, wurde ab Mitternacht ein Schichtbetrieb durch den Einsatzleiter eingeführt. Dadurch konnten sich die Einsatzkräfte im Wechsel ausruhen und erholen.Am Samstagmorgen bildete sich ein neuer Einsatzschwerpunkt. Grund hierfür war, dass im Bereich Siglishofen der Kohlbach über die Ufer trat. Dadurch wurden die Untergeschosse der Festhalle, sowie der Grundschule Kehlen und der Sportplatz inkl. des SVK-Vereinsheims überflutet. Auch wir wurden von den Wassermassen nicht verschont und mussten aus dem Keller des Feuerwehrgerätehauses Kehlen eingedrungenes Wasser abpumpen. Bis Montag, teilweise sogar bis Dienstag liefen die Pumpen durchgehend weiter und wurden in regelmäßigen Intervallen kontrolliert und auf Funktion überprüft. Da die Grundschule Kehlen vorerst nicht genutzt werden konnte, unterstützte die Feuerwehr Meckenbeuren beim Materialtransport von Schulequipment in das Dorfgemeinschaftshaus, sodass die Notbetreuung ab Montag sichergestellt werden konnte. Nach vier anstrengenden und kräfteraubenden Tagen, rund 1.800 Einsatz- und Arbeitsstunden und der Abarbeitung von 109 Einsätzen sind wir froh, dass die Feuerwehr Meckenbeuren diese Mammutaufgabe mit Erfolg bewältigen konnte und Meckenbeuren dadurch vor Schlimmeren bewahrt werden konnte. Abschließende Einsatzstatistik:Einsätze: 109 EinsatzlagenEinsatzstunden: ≈ 1.800 Einsatzkräfte: 110x Feuerwehr, 25x THW, 10x DRK, 2x PolizeiEinsatzfahrzeuge: 16x Feuerwehr, 5x THW, 2x DRK, 1x PolizeiPumpen und Wassersauger: ≈ 35 elektrische Tauchpumpen, ≈ 9 Wassersauger Sandsäcke: Ca. 8.500 (Meckenbeuren, Tettnang)Materialbeschaffung bei regionalen Unternehmen


Erster Bericht:

Durch die anhaltenden Regenfälle sowie dem Tauwetter stieg der Pegel der Schussen im Gemeindegebiet Meckenbeuren von Stunde zu Stunde kontinuierlich an. Der Höchststand des Schussenpegels in Gerbertshaus wurde um ca. 23:45 Uhr mit 4,49m erreicht. Dieser Wert verfehlte nur knapp die 50-jährige Hochwassermarke, welche bei 4,53m liegt. Seit den frühen Morgenstunden des 29.01. ist die Feuerwehr Meckenbeuren im Dauereinsatz. 

Der erste Einsatzschwerpunkt lag gegen Freitagmittag im Bereich Brochenzell. Besonders betroffen waren hierbei die Vogelsiedlung sowie der Bereich um die Humpisstraße. Mit zahlreichen Sandsäcken und Pumpen wurde das Bestmögliche versucht, um den Schaden in Grenzen zu halten. Allein zur Entlastung des Schmutzwasserkanals wurden beispielsweise in der Finkenstraße bis zu vier Pumpen gesetzt. Im weiteren Einsatzverlauf wurde zusätzlich das THW Friedrichshafen angefordert, welches mit weiteren Kräften und Einsatzmitteln unterstützte. Grund hierfür war das Übertreten der ortsansässigen Bäche wie beispielsweise der Gunterbach. 

Der zweite Einsatzschwerpunkt entwickelte sich gegen Nachmittag in Kehlen am Schussendamm neben der Festhalle Kehlen. Dies war auch der Zeitpunkt, bei dem weitere Kräfte des THW aus Friedrichshafen und Überlingen sowie der Feuerwehr Tettnang angefordert wurden. Zusätzlich wurde der Bauhof der Gemeinde Meckenbeuren aktiviert, um die Befüllung weiterer Sandsäcke sicherzustellen. 

Einsatztaktisch wurde durch den Einsatzleiter und Kommandant Stefan Amann die Einsatzlage im Gemeindegebiet Meckenbeuren in zwei Einsatzabschnitte eingeteilt. Die Führungsgruppe der Feuerwehr Meckenbeuren verantwortete hierbei den Einsatzabschnitt „Meckenbeuren/Brochenzell“ unter der Leitung des Stv. Kommandanten Christoph Schneider. Als zweiter Einsatzabschnitt wurde der Bereich „Kehlen“ festgelegt, welcher durch die Führungsgruppe Tettnang übernommen wurde. Die Führungsgruppen waren hierbei für die Dokumentation, Koordination und Sicherstellen des Funkverkehrs verantwortlich. 

Aufgrund der reellen und ernsten Entwicklung des immer weiter steigenden Schussenpegels wurde der dezentrale Krisenstab der Gemeinde Meckenbeuren einberufen und versammelte sich in der Einsatzzentrale. Vertreten waren zudem der Kreisbrandmeister sowie der Stv. Kreisbrandmeister des Bodenseekreises, die Polizei, Fachberater des THW, Leiter des Amtes für Wasser- und Bodenschutz im Landratsamt Bodenseekreis. Die Versorgung der Einsatzkräfte übernahm die Schnelleinsatzgruppe des DRK Ortsverein Tettnang. 

Aufgrund des erhöhten Einsatzaufkommens fokussierte sich die Feuerwehr Meckenbeuren auf die Sicherung der kommunalen Sachwerte in den Gebäuden. Das THW übernahm schwerpunktmäßig die Aufsicht des Einsatzabschnitts „Damm“ und unterstützte das weitere Einsatzgeschehen. Im weiteren Verlauf konnte nicht verhindert werden, dass im Bereich Siglishofen der Kohlbach über die Ufer trat. Dadurch wurden die Untergeschosse der Festhalle und der Grundschule Kehlen sowie der Sportplatz inkl. des SVK-Vereinsheims überflutet. Zeitgleich entspannte sich dann die Lage in Brochenzell. Seit Mitternacht ist der Pegel glücklicherweise rückläufig, was sich auch in dem aktuellen Einsatzaufkommen widerspiegelt. Momentan sind Einsatzkräfte an unterschiedlichen Stellen weiter im Einsatz. 

Nach Abschluss der Einsatzlage erfolgt eine finale Pressemitteilung. 


Vorläufige Einsatzstatistik: 

Einsätze ~ 80 

Einsatzkräfte: 110x Feuerwehr, 25x THW, 10x DRK, 2x Polizei 

Einsatzstunden: > 2.000 

Pumpen und Wassersauger: ~35 elektrische Tauchpumpen, ~9 Wassersauger 

Sandsäcke: > 8.500 (Meckenbeuren, Tettnang) 

Materialbeschaffung bei regionalen Unternehmen 


Beteiligte Organisationen und Personen: 

Bürgermeisterin 

Dezentraler Krisenstab der Gemeinde Meckenbeuren 

Feuerwehr Meckenbeuren 

Bauhof Meckenbeuren 

Feuerwehr Tettnang 

Kreisbrandmeister 

Stv. Kreisbrandmeister 

Kreisfeuerwehrpressesprecher 

DRK Schnelleinsatzgruppe Ortsverein Tettnang 

THW Friedrichshafen 

THW Überlingen 

THW Fachberater 

Polizei 

Leiter des Amtes für Wasser- und Bodenschutz 

Regionalwerk Bodensee 

Trinkwasserversorger 

Eigenbetrieb Abwasser

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