Feuerwehr-Rallye 2026: Sieben Stationen, viel Teamgeist und eine Menge Kameradschaft
Am 07.08.2026 stand der Übungsabend der Freiwilligen Feuerwehr Meckenbeuren ganz im Zeichen der Feuerwehr-Rallye 2026. Anstelle einer klassischen Einsatzübung erwartete die Kameradinnen und Kameraden ein Parcours aus sieben Stationen, der handwerkliches Können, Grundtätigkeiten nach den Feuerwehr-Dienstvorschriften und eine gute Portion Kreativität miteinander verband.
Der Rahmen
Angetreten wurde in Gruppen zu je fünf Personen. Eine Vorgabe war den Organisatoren dabei besonders wichtig: In jeder Gruppe musste mindestens eine Person aus einem anderen Ausrückebereich vertreten sein. Damit sollte erreicht werden, dass sich Einsatzkräfte kennenlernen und zusammenarbeiten, die sich im Alltag seltener begegnen – ein Ziel, das im Verlauf des Abends sichtbar aufgegangen ist.
Für den gesamten Parcours standen 90 Minuten zur Verfügung, also knapp 13 Minuten pro Station. Bewertet wurde nach einem Punktesystem, bei dem die jeweils beste Gruppe die höchste Punktzahl erhielt und die weiteren Plätze absteigend bedacht wurden. Verstöße gegen die Unfallverhütungsvorschriften oder gegen die Stationsregeln wurden mit Strafsekunden von fünf bis zehn Sekunden geahndet – ein Hinweis darauf, dass auch beim spielerischen Wettkampf die Eigensicherung nicht verhandelbar ist.
Die Stationen im Überblick
Station 1 – Jenga mit feuerwehrtechnischer Beladung:
Der Turm wurde nach klassischem Muster aufgebaut, drei Steine längs, drei Steine quer. Die Besonderheit: Die Spielsteine durften nicht mit der Hand berührt werden. Erlaubt war ausschließlich der Einsatz feuerwehrtechnischer Geräte, etwa des Spreizers. Gewertet wurde die oberste vollständige Reihe – bis zu dem Moment, in dem der Turm fiel.
Station 2 – Tennisball im C-Schlauch:
Ein Tennisball musste innerhalb von zehn Minuten durch einen 30 Meter langen C-Schlauch befördert werden. Gekoppelt werden durfte an allem – nur nicht direkt am Hydranten und am Fahrzeug. Diese Station fand ohne Fahrzeug im Besprechungsraum im 1. Obergeschoss statt.
Station 3 – Saugleitung kuppeln:
Hier wurde es fachlich: Die Saugschläuche mussten gekuppelt und an der Tragkraftspritze angeschlossen werden. Vollständige persönliche Schutzausrüstung war Voraussetzung; Mängel wurden je nach Schwere mit bis zu 15 Strafsekunden bewertet. Vor dem Startsignal blieb den Gruppen kurz Zeit, die Aufgabenverteilung untereinander abzustimmen.
Station 4 – Absägen auf 112 Zentimeter:
Eine Holzlatte war mindestens fünfmal zu durchsägen, wobei die abgetrennten Stücke zusammen genau 112 Zentimeter ergeben mussten. Augenmaß, Absprache und ruhige Hand waren hier gefragter als Tempo.
Station 5 – Steckleiter am Schlauchturm:
Nach dem Antreten hinter dem Fahrzeug galt es, die auf dem Löschfahrzeug verlastete Steckleiter zu entnehmen, ordnungsgemäß in Stellung zu bringen und ein Strahlrohr mittels Leinenbeutel in das erste Obergeschoss zu befördern. Sichern, Besteigen und Befördern erfolgten durchgängig nach den Vorgaben für tragbare Leitern.
Station 6 – Das Männchen:
Unter der Eselsbrücke entstand in fünf Minuten Bauzeit aus feuerwehrtechnischen Ausrüstungsgegenständen jeweils ein Männchen. Bewertet wurde das gelungenste Ergebnis; für ein Männchen, das am Ende selbstständig stehen konnte, gab es eine Zeitgutschrift von 30 Sekunden. Diese Station sorgte erwartungsgemäß für die besten Fotos des Abends.
Station 7 – Drei Aufgaben im Gemeindesaal:
Zwei Gruppenmitglieder wurden separiert und mussten die Gesamtkörpergröße ihrer Gruppe schätzen. Eine ausgewählte Person hielt einen Hydrantenschlüssel mit ausgestrecktem Arm – gestoppt wurde, sobald der Arm einknickte. Parallel dazu galt es, einen B-Schlauch vom Anfangspunkt so auszurollen, dass er möglichst genau die Mitte der im Abstand von 50 Zentimetern aufgestellten Pylonen traf. Je weiter der Schlauch von der Mittelachse abwich, desto weniger Punkte wurden vergeben.
Fazit
Die Feuerwehr-Rallye 2026 hat gezeigt, wie viel Übungswert in einem Format steckt, das auf den ersten Blick vor allem Spaß verspricht: Grundtätigkeiten wurden wiederholt, die persönliche Schutzausrüstung und die Eigensicherung blieben durchgehend Thema, und die gemischten Gruppen mussten sich in kürzester Zeit als Team organisieren. Genau das ist der Kern dessen, was im Einsatz zählt.
Der Dank gilt allen Kameradinnen und Kameraden, die die Stationen vorbereitet, betreut und wieder abgebaut haben, sowie allen Teilnehmenden für einen sportlichen, fairen und ausgesprochen unterhaltsamen Abend. Der Ausklang am Gerätehaus hat dann das getan, was ein guter Übungsabend leisten soll.
Übungsabend










