Einsatz 060

Großbrand landwirtschaftliches Anwesen

Datum: 22.06.2019
Einsatzort: Meckenbeuren, Sassen
Einsatzbeginn: 18:14 Uhr
Einsatzende: 23.6.2019 19:30 Uhr
Fahrzeuge: ELW 1, HLF 16/22, TLF 16/25, LF 10/6, LF 10/6(Li), LF 10/6(Ke), TSF, GW-T, KdoW, MTW(Me), MTW(Li), MTW(Ke) und viele mehr

Einsatzbericht:
Am Samstagabend gegen 18:14 Uhr wurde die Freiwillige Feuerwehr Meckenbeuren zunächst mit dem Stichwort F1
Kleinbrand in den Ortsteil Sassen durch die Integrierte Leitstelle Bodensee-Oberschwaben alarmiert. Bei Ankunft der
ersten Einsatzkräfte wurde das Alarmstichwort durch den Einsatzleiter und Kommandant Stefan Amann sofort auf F3
Ökonomiegebäude erhöht, was einen Gesamtalarm der Feuerwehr Meckenbeuren sowie einiger umliegender
Feuerwehren und Hilfsorganisationen zur Folge hatte.
Das aus bisher ungeklärter Ursache ausgebrochene Feuer in einem Nebengebäude der Hofstelle, entwickelte sich
durch reichlich Nahrung aus trockenem Stroh und dem aus südlicher Richtung wehenden Wind in kürzester Zeit zu
einem Großbrand, dem ein großer Teil des landwirtschaftlichen Anwesens zum Opfer fiel. Von den Bewohnern des
Bauernhofes wurde niemand verletzt, alle Personen wurden vom Notfallnachsorgedienst betreut. Durch den
tatkräftigen Einsatz der Feuerwehren konnte das Wohnhaus des Anwesens, sowie 120 der 160 Tiere des Hofes,
zumeist Rinder, gerettet werden. Für 40 Kälber und Rinder kam leider jede Hilfe zu spät.
Insgesamt waren zu Spitzenzeiten 214 Einsatzkräfte mit 45 Fahrzeugen der Feuerwehren aus Meckenbeuren,
Eriskirch, Tettnang, Kressbronn, Friedrichshafen, Markdorf sowie der Werkfeuerwehr Bodensee-Airport
Friedrichshafen in den Einsatz eingebunden. Zur Gebietsabdeckung des östlichen Bodenseekreises wurde die
Feuerwehr Langenargen in der Hauptphase des Einsatzes in Wachbereitschaft versetzt. Der Rettungsdienst war mit
zwei Schnelleinsatzgruppen mit 11 Fahrzeugen und 32 Helfern vor Ort, die auch tätig werden mussten, als sie
insgesamt 6 Feuerwehrleute medizinisch zu versorgen hatten, die bei dem Einsatz Kreislaufprobleme bekamen oder
eine leichte Rauchgasvergiftung erlitten hatten. Zudem musste die Überwachung von über 40 Atemschutztrupps
bewerkstelligt werden.
Aufgrund der ländlichen Lage des Einsatzobjektes erfolgte die Brandbekämpfung zunächst über die
Löschwasservorräte der Einsatzfahrzeuge. Hierzu wurde auch das Flugfeldlöschfahrzeug "Panther" herangezogen.
Parallel wurde die Löschwasserversorgung über mehrere 100m Wegstrecke aus dem öffentlichen Hydrantennetz und
der Schussen sichergestellt. Zahlreiche Schaulustige, angelockt durch die weithin sichtbare schwarze Rauchwolke,
erschwerten den Einsatzkräften die Einsatzmaßnahmen.
Um 22.30 Uhr konnte gemeldet werden, dass der Brand unter Kontrolle ist. Aufgrund der starken Rauchentwicklung
wurde von der Einsatzleitung eine Warnung für die Bevölkerung über die Warn-App NINA verbreitet, die um 23.50 Uhr
wieder aufgehoben werden konnte. Aktuell ist die Feuerwehr Meckenbeuren zu Nachlöscharbeiten im Einsatz, welche
vermutlich noch bis Montag, den 24.06.2019 andauern werden.

An dieser Stelle möchten wir uns bei allen Feuerwehren, dem Rettungsdienst, der Polizei und allen anderen beteiligten Personen für die tatkräftige Unterstützung bedanken.

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